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Mittwoch , 20 Januar 2021

Weltcup-Finale Oslo: Martin Fourcade gewinnt kurioses Massenstartrennen und kleine Kristallkugel!

Martin Fourcade (FRA) – Foto: Andrei Ivanov

Das letzte Weltcuprennen der Saison 2016/17 wird in der Geschichte des Biathlon-Weltcups einen ganz besonderen Platz bekommen. Zum einen weil der Franzose Martin Fourcade mit seinem 14. Saisonsieg den bisherigen Rekord der Schwedin Magdalena Forsberg einstellte und zum anderen weil Fourcade mit vier leeren Magazinen im Gewehr an den Start ging und sogar von einer Disqualifikation bedroht war.

Die Rennjury nahm nach eingehender Beratung trotz des Magazinchaoses den Franzosen nicht aus der Wertung und so feierte Fourcade einen ungefährdeten Sieg mit zwanzig Treffern vor dem Letten Andrejs Rastorgujevs und dem Österreicher Simon Eder.

Vierter wurde der Norweger Emil Hegle Svendsen, der im Zielsprint Arnd Peiffer auf den fünften Rang verdrängte.

Mit diesem Sieg sicherte sich Martin Fourcade auch die letzte verbleibende Entscheidung und gewann nach Sprint, Verfolgung und Einzel auch die kleine Kristallkugel im Massenstart.

Bei perfekten Bedingungen am Schießstand bemerkte Fourcade erst am Schießstand seinen Fehler und lies sich von seinem Trainer ein Magazin zuwerfen. Der Franzose verlor sehr viel Zeit bis zum ersten Schuß, blieb aber trotz aller Hektik fehlerfrei.

Vor dem zweiten Schießen wurde es dann noch einmal hektisch am Schießstand, da Fourcade mit weiteren Magazinen versorgt werden mußte und auch noch seine Brille verlor. Doch all dies lies den Franzosen cool und er traf wieder alle fünf Scheiben. Nach dem dritten Schießen baute der Franzose seinen Vorsprung weiter aus. Auch beim vierten und letzten Schießen in diesem Winter zeigte Fourcade seine einmalige Klasse und traf auch die Scheiben 16 – 20 und lief auf der Schlußrunde einem ungefährdeten Sieg entgegen, den die Rennjury später auch bestätigte.

Simon Schempp verlor kleine Kristallkugel!

Für Schempp wäre der Gewinn der kleinen Kristallkugel im Massenstart der krönende Abschluß einer trotz aller Widrigkeiten erfolgreichen Saison gewesen. Doch daraus wurde leider nichts. Schempp, der nach dem ersten Schießen noch in Schlagdistanz zu Fourcade lag, verlor Runde um Runde an Boden zum Franzosen durch jeweils eine Strafrunde bei den nächsten drei Schießeinlagen. Am Ende belegte Schempp den 20. Rang.

Bester Deutscher wurde Arnd Peiffer, der als Fünfter ins Ziel kam. Benedikt Doll belegte zum Abschluß den 13. Rang vor seinem Teamkameraden Erik Lesser, der 14. wurde.

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